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Hundstorfer: Menschen mit Demenz sind die Schwächsten in der Gewalt-Spirale
Internationaler Tag gegen Gewalt an älteren Menschen
Anlässlich des heutigen "Internationalen Tages gegen Gewalt an älteren Menschen" (World Elder Abuse Awareness Day) präsentiert das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz einen umfassenden Folder zum Thema Gewalt gegen ältere Menschen. "Der neue Folder "Gewalt erkennen. Fragen und Antworten zu Demenz und Gewalt" geht von der Tatsache aus, dass eine Demenzerkrankung nicht nur für die Erkrankten, sondern auch für ihre Umgebung eine enorme Herausforderung darstellt. Fehlendes Wissen über die Krankheit und ihre Folgen führt zu Fehleinschätzungen, falschen Hoffnungen und Überforderungen, die eskalieren und Gewalthandlungen auslösen können. Der Folder thematisiert daher die komplexen Zusammenhänge zwischen Krankheitsfolgen, fehlender Information, Überforderung und Gewalthandlungen. Anhand konkreter Beispiele werden die verschiedenen Formen der Gewalt an Menschen mit Demenz verdeutlicht", erläutert Sozialminister Rudolf Hundstorfer die Intention der Informationsbroschüre.****
Zusätzliches Potential für Gewalthandlungen entsteht zudem durch die Tabuisierung der Krankheit Demenz in der Gesellschaft. Die Stigmatisierung der Betroffenen und der Betreuungspersonen führt dazu, dass die Krankheit oftmals geleugnet und eine ärztliche Abklärung hinausgeschoben wird. "Dies nimmt Betroffenen und ihren Angehörigen die Möglichkeit, sich entsprechend auf die Krankheit einzustellen. Eine verstärkte Sensibilisierung der Bevölkerung für dieses Thema ist daher besonders wichtig" ", so Hundstorfer.
Der Folder "Gewalt erkennen. Fragen und Antworten zu Demenz und Gewalt" kann von der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (www.bmask.gv.at / BürgerInnen / Seniorinnen und Senioren / Lebensqualität im Alter) heruntergeladen werden. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Abteilung Kommunikation und Service
Tel.: (01) 71100-2269
www.bmask.gv.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/46/aom
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OTS0096 2010-06-15/10:23
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