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02.06.2010:

Hundstorfer: Gesetzliche Verankerung der Einkommenstransparenz ist wichtiger Meilenstein für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt

BM Heinisch-Hosek, BM Hundstorfer
BM Heinisch-Hosek, BM Hundstorfer

"Obwohl seit 30 Jahren gesetzlich verankert ist, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern gezahlt werden muss, werden die Einkommensunterschiede in Österreich eher größer als kleiner. Die Heimlichtuerei bei den Einkommen in Österreich wird nun endlich ein Ende haben", zeigte sich Hundstorfer in der heutigen Pressekonferenz mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zur Einigung der Sozialpartner zur gesetzlichen Verankerung der Einkommenstransparenz erfreut.

Die Einkommenstransparenz in Österreich umzusetzen, ist Teil des gemeinsamen Regierungsprogramms von SPÖ und ÖVP. Die Unternehmen werden den durchschnittlichen Verdienst von Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen betriebsintern anonymisiert veröffentlichen. Bis 2014 wird in einem Stufenplan fast die Hälfte aller österreichischen ArbeitnehmerInnen erfasst sein; den Anfang machen ab 2011 Großbetriebe mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Im Jahr 2014 werden dann mittelständische Betriebe mit mehr als 150 MitarbeiterInnen Einkommensberichte erstellen. Die Gehaltsinformationen stehen der Belegschaftsvertretung zur Verfügung und gelten vor Gericht auch als Beweismittel.

"Damit sind wir einen großen Schritt vorangekommen, um das Herzstück des Nationalen Aktionsplans für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt mit 1. Jänner 2011 Wirklichkeit werden zu lassen", so Hundstorfer. Mit dem Koalitionspartner - im Konkreten mit Wirtschaftsminister Mitterlehner - sei akkordiert, dass diese Einigung der Sozialpartner und Industriellenvereinigung in die geplante Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes eingearbeitet werde und dann in Begutachtung geschickt werde. Im Herbst soll das Gesetz im Sozialausschuss beschlossen und ab 1. Jänner 2011 in Kraft treten.

Untenstehender Link führt zu den Presseunterlagen.


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